Konzert der Edelzwicker
Bendorf: Am Samstag, 23. Februar sind sie wieder da, die Edelzwicker, und zwar um 20 Uhr
beim Bendorfer Kulturverein im Alten Kino, Poststraße 12, Bendorf. Das Jubiläums-Konzert „30 Jahre Edelzwicker“ wird gestaltet von den beiden Bendorf-Sayner Edelzwicker Harald Becker und Manfred Pohlmann, unterstützt von Edelzwicker-Sohn, Jonas Becker, an der Gitarre und am Keyboard, ergänzt von dem badischen Liedermacher Gerd Birsner, TV-und Rundfunkmoderator und Betreiber des alten Edelzwicker-Labels „Schnoog Text&Ton“. Das geplante Programm verspricht abwechslungsreiche Unterhaltung in Wort, Gesang und Musik. Präsentiert wird auch die neue Doppel-CD mit alten und neuen Liedern, sowie bisher nicht veröffentlichten Live-Aufnahmen und allerersten Auftritten des Duos. Eintrittskarten im Musikladen Bendorf, Rheinstraße 22, im Bendorfer Buchladen (Kaufland), bei ZS-Kopie, Hauptstraße 94, Bendorf und telefonisch unter 02622/2380 oder e-mail. –bec- Lokalanzeiger 06.02.2008


„30 Jahre Edelzwicker“ in Alten Kino in Bendorf
Bendorfer Kulturverein präsentierte Jubiläum
Bendorf, „30 Jahre Edelzwicker“ ein großes Fest für Bendorf“, so nannte es Horst Eisel, der Vorsitzende des Bendorfer Kulturvereines. „Wir feiern Geburtstag und Sie alle sind Gratulanten“.
Mehr als zweihundert Zuhörer waren gerne und gespannt in den Saal des „Alten Kino“ in Bendorf gekommen. Im Laufe der lockeren Moderation der beiden Musiker Harald Becker und Manfred Pohlmann wurden daraus in Hunderterschritten spaßeshalber über 600 anmoderierte Besucher.
Horst Eisel würdigte die geschichtsträchtige Band. „Bis eben war ich noch nervös“, meinte Harald Becker. „Schön, dass wir hier an diesem Ort spielen, ich erinnere mich hier an meinen ersten Winnetou-Film. Vieles kommt wieder, Gedanken, aber auch das Lampenfieber“. „Haben Sie vielen Dank, dass Sie alle zwanzig Jahre Geduld bewiesen haben“, freute es sich über die große Fangemeinde.
Manfred Pohlmann brachte die Musik der damaligen Zeit auf einen Punkt „Liedermacher sollten in ihren Texten Probleme beleuchten“ – trotzdem ging es meist lustig zu. Das konnte er locker mit vielen Anekdoten untermauern und es wurde auch am Jubiläumsabend ebenso viel gelacht, wie gesungen.
„Manchmal sind die Probleme aus unseren Liedern längst gelöst, aber wir singen sie trotzdem noch“, meinten die Edelzwicker mit Schmunzeln. Manfred Pohlmann stellte einmal mehr sein unglaubliches Gedächtnis in Sachen Terminen und musikalischen Auftritten unter Beweis. Der rote Edelzwicker-Faden zog sich musikalisch durchs Programm, auch wenn es immer wieder Soloauftritte, gemeinsame Texte, Bekanntes und Neues gab. Wer alle „drei Hälften“ des Programms verfolgte, erlebte einen fantastischen Abend. Es keimte nicht nur die „Edelzwicker-Zeit“ mit ihrem Weggefährten Bernd Witthüser wieder auf, die Musiker gaben mit Jungtalent Jonas Becker und der Truppe „White Hawk“ dem Nachwuchs eine Chance. Diese handgemachte Musik mit jungen Talenten und tollen Stimmen lässt Bendorf auch weiterhin für musikalische Fußstapfen sorgen. Diana Lohrer, Janis Schneider, Michael Jung und Sebastian Schlöffel griffen hier mit in die Tasten, die Saiten oder präsentierten ihre Stimme oder das Können am Schlagzeug. Für diese famose Formation gab es besonderen Beifall. Der Titel des Fährmann „Stefan holl iwwer“ gehört zu den bekanntesten Liedern von Manfred Pohlmann, der sich immer für die Völkerverständigung und den Frieden eingesetzt hat. „Ich habe versucht, Deutschland und Frankreich (musikalisch) zu vereinen, und natürlich auch Bendorf und „Sään“.
Harald Becker und Manfred Pohlmann waren sowohl im Privatunterricht, sowie an der Volkshochschule Gitarrenlehrer über viele Jahre. „Ich würde mich freuen, wenn mein Sohn Sebastian auch mal ein virtuoser Gitarrenspieler wird, wie Jonas Becker“. Ihr Können stellten Vater und Sohn Becker dann mit Gitarrenstücken unter Beweis. Als Wegbegleiter war vielen Gästen noch Bernd Witthüser bekannt, der bereits beim 30jährigen von Manfred Pohlmann in der Yzeurer Halle aufgetreten war. Auch er stimmte musikalisch mit ein in das Programm, Gerd Birsner war seine Teilnahme gesundheitlich bedingt nicht möglich. Gerne erinnerten sich die Edelzwicker auch zurück an Karlhans Frank, der für die Truppe Lieder getextet hatte – er verstarb während der Produktion der neuen Edelzwicker-Doppel-CD. Ihm zu Ehren sangen sie seinen Titel „Die Gedanken sind nicht frei“. Viele Gäste konnten mitsummen oder gar mitsingen, denn die alten Langspielplatten der Edelzwicker haben sie immer wieder gehört. Natürlich wurden auch die bekannten Stücke über „Sään“ oder „dat Gemiggel“ präsentiert, die aus Texten von Fritz Pohlmann entstanden waren. „Auch Ann-Marie und Sebastian, meine Kinder, können die „Moddersproch“ noch verstehen, sprechen sie aber nicht mehr“, meinte Manfred Pohlmann bedrückt. Ein großer Mangel, der schon in den früheren Liedtexten bedauert wurde. „Heute hier, morgen dort“ erklang beim großen Finale nach einem vierstündigen Programm, das ausnahmslos begeistere. -PS-

Blick aktuell – Die Heimatzeitung / Ausgabe 09/2008